Petri Heil – Zanderangeln auf Rügen mit einem Angel-Guide

Nautilus Rügen

Da Rügen ein Eldorado für naturbewusste Angelfreunde ist, darf jetzt im November ein Artikel über das Angeln natürlich nicht fehlen.

Beste Saisonzeit für das Angeln richtig großer Zander, ist von Ende September bis etwa Mitte Dezember. Im Juni und Juli nach dem Laichen der Zander, ist es natürlich auch möglich, diesen schmackhaften Fisch zu fangen. Ich habe mir jedoch sagen lassen, dass die beste Zeit wohl genau jetzt ist.

Die Boddengewässer rund um Rügen bieten hervorragende Bedingungen zum Zanderfischen. Besonders interessant sind der große Jasmunder Bodden im Osten und der Strelasund im Westen der Insel Rügen.

Idealerweise lassen sich die vielen Boddengewässer mit dem Boot beangeln. Wer noch keinerlei eigene Erfahrungen hat, sollte die Hilfe von erfahrenen Angel-Guides in Anspruch nehmen. Diese kennen die Gebiete rund um Rügen und geben den Gästen gerne wertvolle Tipps mit auf den Weg.

Zander Rügen

Was man beim Angeln beachten muss:

In allen Gewässern der Insel Rügen, sowie auf der Ostsee besteht eine Fischereischein- und Angelerlaubnis-Pflicht!

Wer jedoch keinen Fischereischein besitzt, kann sich den, auf 28 Tage befristeten „Touristenfischerschein“, bei den zuständigen Ämtern besorgen. Dies kann bereits vor Urlaubsantritt per Post oder Fax erledigt werden und man verschwendet vor Ort keine Zeit damit.

Die Erteilung eines Touristenfischereischein(inkl. Broschüre und Fischereiabgabemarke) gem. § 2 Abs.4 Satz 1 FSchVO kostet derzeit 24 Euro.

Der Antrag für den Touristenfischereischein kann unter:

http://www.lallf.de/fileadmin/media/PDF/fischer/1_Formulare/F_Antrag_FSzb_2014.pdf

abgerufen werden. Anträge können direkt oder per Post bei einer der 117 zuständigen örtlichen Ordnungsbehörden in Mecklenburg-Vorpommern gestellt werden.

Eine gültige Angelerlaubnis kann man fast überall, jeweils an den Häfen, in Vereinen, Angelgeschäften, Kurverwaltungen usw. erwerben.

Tageskarte: 6 Euro

Wochenkarte: 12 Euro

Jahreskarte: 30 Euro und für Jugendliche 10 Euro

Eine Tour mit Thomas vom „Nautilus-Angelguiding“

Thomas ist ein begeisterter Angel-Guide, der sein Hobby zum Beruf gemacht hat. Er sorgt dafür, dass Angelneulinge oder interessierte Bewohner und Gäste der Insel Rügen erfahren, wie und wo man an die richtig dicken Fische kommt. Namensgeber und Betreiber ist das Hotel und Restaurant „Nautilus“ in Neukamp, im Süden der Insel.

Ich war kürzlich mit Thomas unterwegs und habe mir, rund um das Thema Angeln, so Einiges ganz genau zeigen lassen.

Einen eignen Angelschein besitze ich nicht, war also nur Zuschauer und habe mir angesehen, wie er seinen Angel-Gästen Tricks und das erforderliche Know-How vermittelt. Seit 2011 schippert der erfahrene Angel-Guide Thomas nun schon auf den Gewässern, rund um die Insel Rügen umher – immer auf der Suche, nach dem größten je gefangenen Fisch.

Das Lieblingsrevier von Thomas ist der Strelasund. Heute jedoch, ging es zum großen Jasmunder Bodden im Nordosten der Insel Rügen. Früh am Morgen, bereits gegen acht Uhr stachen wir in See. Kleiner Tipp: Dick einpacken, um der Kälte auf dem Wasser trotzen zu können! Die Fahrt ging durch dichten Nebel, der an einigen Stellen recht tief über dem Wasser hing, zu den von ihm favorisierten Stellen, wo er schon oft so einige Fische am Haken hatte. Gefahren sind wir mit der „Nautilus“, seinem Rauwasserboot aus Aluminium der Firma „Kaasboll“, welches eine Länge von 19 Fuß hat und mit seinem 70 PS starkem Außenbord-Motor auf 28 Knoten beschleunigen kann. Es werden max. 4 Gäste mit an Bord genommen. Auf dem Boot befindet sich jede Menge modernster Technik, z.B. Echolot, Kartenplotter, AIS, Funkgerät, Autopilot, automatische Schwimmwesten und vieles mehr. Für die Sicherheit findet man, neben den Westen auch eine Rettungsinsel und erforderliche Notsignale an Bord.

Mit einem Gummifisch – als Köder an der Angelsehne, ging es nun auf Zander-Jagd. Nach ca. 15-20 min biss der erste Fisch, der anschließend auch gelandet werden konnte. Ärgerlich ist es immer, wenn ein Fisch anbeißt – dann aber auf dem Weg zum Boot wieder verloren geht und das Weite sucht.

Kaum war die Angelrute ausgeworfen, wurde sie wieder krumm. Fisch Nummer zwei war am Haken und konnte aus dem Wasser gehievt werden. Der war gar nicht mal schlecht, aber laut Thomas noch nicht einer seiner Größten. So vergingen etwa zwei Stunden, ein Biss – Warten – ein Biss, zwischendurch wechselten wir ein paar Mal das Angelrevier.

Ein herrlicher und sehr erfolgreicher Angeltag neigte sich dem Ende. Das Resultat: 11 Zander in 3,5h – ein sehr erfreuliches Ergebnis, wie ich finde. Stolz habe auch ich etwas Fisch anschließend mit nach Hause genommen, um mir von meinem Vater zeigen zu lassen, wie man so einen Fang fachmännisch ausnimmt und filetiert. Schon am folgenden Abend standen die frisch gebratenen Zander-Filets zusammen mit deftigen Stampfkartoffeln auf unserem Tisch.

Guten Appetit.

Kontakt: 

Thomas Klatte

Tel.: 0162/1772002

Mail: nautilus-guide@gmx.de

http://www.nautilus-angelguiding.de

 

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